Prinzenbad ahoi!
Juli 5, 2008
Das Prinzenbad bekannt aus diversen Medien stand heute ganz oben auf meiner Liste der Berlin-Freizeitaktivitäten-Testreihe – na ja & außerdem hat Martin meine geliebte Katastrophe mal wieder gequängelt. Also hab ich mir trotz Fusionitis (Krankheit ausgelöst durch steil gehen auf der Fusion) ein Herz gefasst, meinen Bikini angezogen, mein Pfefferspray eingepackt und bin losgetigert. (ich habe übrigens kein Pfefferspray)
Empfangen wurde ich mit einem überschwänglichen Brummen eines stark verbraucht aussehenden Kassenmanns und einigen grimmig dreinschauenden Security, die nach meinem Empfinden womöglich die eigentliche Gefahr dieses Freibades darstellen.
Zumindest wirkten sie unangenehmer als ein nächtlicher Ausflug zum Bahnhof Neukölln.
Da lag ich nun zwischen all den Familien, Bodybuildern, Jugendlichen und Studenten und fühlte mich so gar nicht gefährdet. Sicher ich will nicht bestreiten, dass es bestimmt hier & da mal „Kloppe“ gibt, mit Messern gedealt wird (steht in der Zitty) oder man sich n’ blöden
Spruch drücken lassen muss, aber alles in Allem erscheint es mir doch einfach als ein klassisches Freizeitbad mit multikulturellem Touch, wie man neudeutsch so schön sagt.
Raushalten müsste drin sein. So wie meistens! Natürlich ist das nur eine subjektive Momentaufnahme und wenn jetzt jemand hingeht und „aufs Maul kriegt“, tut es mir echt leid aber ich vermute eher nicht!
Am Beckenrand tummeln sich „Halbstarke“ die mit perfekt einstudierten Arschbomben die Mädchen beeindrucken und von ihrer Akne ablenken wollen.
Kinder mit Schwimmflügeln so groß wie ihr Kopf treiben an der Oberfläche und ziehen eine leicht gelbe Verfärbung hinter sich her und Omas mit nett geblümten Badekappen ziehen wahllos ihre Runden im Schwimmerbecken.
Mein persönliches Highlight war eine Gruppe von ca. 12 Knirpsen, die allesamt knallorange Schwimmflügel trugen und exakt paarweise aufgereiht hinter ihrer Betreuerin herwackelten – ein Traum.
Also was macht man? Man kauft sich Pommes Schranke, planscht ein bisschen, ignoriert alles Prollige um einen rum, lästert über die Leute, genießt den Sonnenschein und kommt bestimmt wieder!
Dann mal bis bald im Problembad in Kreuzberg.
